Fango!

Ich will gar nicht sagen, dass Fango nicht hilft, es hilft. Ich will auch nicht sagen, dass Fango nur ein Weg ist Hausfrauen das Geld aus der Tasche zu ziehen, ich bin ja keine Hausfrau und meine Behandlung ist medizinisch angelegt. Aber ich kann mich dabei nicht entspannen!

Was nicht schlimm ist, denn nach den gefühlten neun Stunden Fango – in Wahrheit waren es wohl nur fünfzehn Minuten – bekomme ich ja noch eine Massage für meinen Rücken, meine Schultern und meinen Nacken. Was auch bedeutet, dass sich heute der achte Therapeut fragen musste, warum er eigentlich Massagen anbietet. Meine Verspannung zieht sich bis zum Hinterhauptbein und der Hinweis, dass ich wohl morgen Muskelkater haben werde, entspannt mich mehr, als eine „indianische Folter mit Pferdedecken“. Muskelkater ist besser als echte Schmerzen und besser als Taubheit.

Ich habe noch fünf Behandlungen, die relativ günstig sind, meine Krankenkasse kommt mir da entgegen. Aber ich kann nicht verstehen, wie sich ein Mensch freiwillig in echten vulkanischen Schlamm einpacken lässt, bis ihm das Wasser in die kleinste Ritze läuft, mir hat das heiße Kissen gefüllt mit Schlamm schon gereicht. Allerdings sagt mein Mann, dass ich mich viel entspannter anhöre. Danke dafür! Werde meine Entspannung heute bei einem Glas NCBA und einer Tüte Fish an Chips weiter steigern und meine nächsten fünf Behandlungen genießen, danach geht die Suche nach meinem Problem dann weiter, denn ich glaube nicht, dass die Behandlung meinen Händen helfen wird.

Morgen kommt dann der Augenarzt dran. Ich befürchte, dass dieser auch an der Dr. Mengele-Hochschule für Augenheilkunde war, denn da waren alle Augenärzte. Wenn das so weiter geht bettle ich um den Gnadenschuss oder setzte ihn mir selbst!

Flo